Individualmedizin

Unser Herzstück
Individualmedizin kompakt

Unser Glossar ist eine verlässliche Informationsquelle rund um Individualmedizin. Wir helfen, alle thematisch relevanten Fachbegriffe für Sie verständlich abzubilden. 

Advanced Therapies

Advanced Therapies, d. h. neuartige Therapien umfassen Gentherapeutika, Zelltherapeutika und biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte, sogenannte Tissue-engineered Products.

Diese werden auch als Advanced Therapy Medicinal Products (ATMP) bezeichnet. Sie sind als Arzneimittel für hochinnovative Therapieansätze zu verstehen, welche auf Basis genetischer Informationen und biologischen Materials (menschliches Gewebe, lebende Zellen) entwickelt werden. Aufgrund des technologischen und wissenschaftlichen Fortschritts eröffnen sie personalisierte und zielgerichtete Behandlungsoptionen für schwere Erkrankungen, bei denen „konventionelle Therapien“ versagen. Darüber hinaus handelt es sich dabei um neue, besonders wirkungsvolle Therapien, welche Patienten mit seltenen Erkrankungen eine bessere Prognose bieten können, für die bisher noch keine Behandlungsmöglichkeit verfügbar ist.

ATMP durchlaufen komplexe Herstellungstechnologien und spezielle Kontrollverfahren. Für die wissenschaftliche Bewertung von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit dieser vielfältigen Gruppe von Arzneimitteln ist der Ausschuss für neuartige Therapien (Committee for Advanced Therapies, CAT) federführend verantwortlich. In Deutschland liegt die Zuständigkeit beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Advanced Therapy Medicinal Products, ATMP, new therapy, advanced therapy

Ambulantisierung

Unter Ambulantisierung ist die Auslagerung sozialer und gesundheitlicher Versorgungsleistungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich zu verstehen. In Deutschland gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“.

Im Vordergrund steht dabei das Ziel einer effektiven, bedarfsorientierten Patientensteuerung. Dabei sollen Behandlungsbedingungen für die Patienten attraktiver gestaltet werden. Die Ambulantisierung in Krankenhäusern ist ein wichtiger Schritt bei der Strukturveränderung in der deutschen Gesundheitsversorgung und wurde im Koalitionsvertrag verankert. Durch die Verschiebung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich erhofft sich die Bundesregierung, die Kosten im deutschen Gesundheitssystem zu senken. 

Antibiotika

Antibiotika werden zur Behandlung bakteriell ausgelöster Infektionen eingesetzt. Sie können auf verschiedene Arten wirken, um schädliche Bakterien zu bekämpfen. Durch den Verdauungstrakt aufgenommen, gelangen Antibiotika schließlich ins Blut. Von dort aus verteilen sie sich im Körper und erreichen die Infektionsstelle. 
Dort greifen sie die schädlichen Bakterien an und hemmen ihr Wachstum sowie ihre Vermehrung. Dabei unterstützen sie das Immunsystem des Körpers, die Infektion zu bekämpfen. Es gibt auch Antibiotika, welche die Bakterien direkt abtöten, indem sie die Bakterienzellen zerstören.

Doch nicht bei jeder Infektion sind sie geeignet oder nötig. So wirken Antibiotika z. B. nicht gegen virusbedingte Erkrankungen, wie die meisten Erkältungskrankheiten, die Grippe oder Masern.

Die ambulante Antibiotikagabe stellt heutzutage eine passende Option dar, um Krankenhausaufenthalte bei gut betreuten Einzelfällen zu vermeiden oder zu verkürzen, wenn es der Allgemeinzustand Betroffener erlaubt. Bei der Behandlung langwieriger oder schwerer chronischer Erkrankungen, wie bspw. der Mukoviszidose, wird häufig auf Antibiotikainfusionen zurückgegriffen. Diese sind Teil einer individuellen Therapieentscheidung zwischen behandelndem Arzt und Patient.

Arzneimittelversorgung

In Deutschland ist die Arzneimittelversorgung ein entscheidender Bestandteil des Gesundheitssystems und wird durch über 500 Hersteller, etwa 20 Großhändler und ca. 17.000 Apotheken sichergestellt. Sie gewährleistet, dass Menschen die notwendigen Arzneimittel erhalten, um Erkrankungen zu behandeln, Symptome zu lindern oder ihnen vorzubeugen. Das Arzneimittelangebot umfasst mehr als 100.000 registrierte Arzneimittel. Diese lassen sich unterteilen in frei verkäufliche, apothekenpflichtige und verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie Betäubungsmittel.

Entsprechend den Regelungen des Arzneimittelgesetzes (AMG) dürfen Fertigarzneimittel in Deutschland nur auf den Markt gebracht werden, wenn sie zugelassen oder registriert oder von der Zulassung bzw. Registrierung freigestellt sind (Standardzulassungen). Die Zulassungen können dabei zum einen national durch die zuständigen Bundesoberbehörden, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erteilt werden. Zum anderen kann dies zentral durch die EU-Kommission nach Bewertung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erfolgen.

Zur Übersicht versorgungsrelevanter Arzneimittel in Deutschland geht es hier.

Autoimmunerkrankung

Bei einer Autoimmunerkrankung stuft das Immunsystem des Körpers körpereigenes Gewebe und Zellen als fremde Eindringlinge ein und greift diese an. Statt schädliche Viren oder Bakterien zu bekämpfen, die normalerweise eine natürliche Abwehr (Immunantwort) auslösen, greift das Immunsystem gesunde Zellen und Gewebe an und löst zerstörerische Entzündungsprozesse aus.

Im gastroenterologischen Bereich zählen die chronischen Darmentzündungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu den häufigsten Erkrankungen dieser Art. Auch entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis (Rheuma) sind autoimmunbedingt und stellen vielschichtige Krankheitsbilder dar. 

Biosimilars

Biosimilars sind als Nachahmerpräparate biologischer Arzneimittel (Biologika) zu verstehen, die nach Ablauf des Patentschutzes eines bereits zugelassenen Arzneimittels auf den Markt kommen. Es handelt sich dabei um biotechnologisch hergestellte Generika, die den Wirkstoffen der Originalpräparate ähneln, jedoch nicht damit identisch sind. Die Zulassung von Biosimilars erfolgt zentral in der EU und ist durch mehrere Leitlinien der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geregelt. Im Zulassungsverfahren muss nachgewiesen werden, dass zwischen Biosimilar und bereits zugelassenem Referenz-Biologikum keine klinisch relevanten Unterschiede hinsichtlich Struktur und Funktion bestehen.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Biologika, Biogenerika, Follow-on Biologics

Diagnose

Unter einer Diagnose ist die Benennung einer Erkrankung zu verstehen. Sie ist das Ergebnis eines abklärenden Prozesses, in dem Symptome identifiziert und anhand medizinischer Untersuchungsbefunde einem bekannten Krankheitsbild bzw. einer Störung zugeordnet werden. Aus der Diagnose leitet sich, neben den therapeutischen Maßnahmen bzw. einem Behandlungsplan, auch der zu erwartende Ausgang der Erkrankung ab. 

E-Rezept

In Deutschland hat das elektronische Rezept, das E-Rezept, zum 1. Januar 2024 das rosa Papierrezept abgelöst. Es ist jedoch noch nicht für alle Verschreibungen für GKV-Versicherte gültig. So sind bspw. Hilfsmittel wie Bandagen oder Orthesen weiterhin mit dem sogenannten Muster 16 (rosa Papierrezept) zu verordnen. Weitere Rezeptarten folgen bis 2026.

Nur noch per E-Rezept erhalten Versicherte verschreibungspflichtige Arzneimittel, deren Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden, einschließlich Rezepturen sowie Blutprodukte, die ausschließlich in Apotheken abgegeben werden. Das Einlösen des E-Rezeptes kann dabei mittels elektronischer Gesundheitskarte (eGK), per App oder in Form eines Papierausdrucks bei Apotheken vor Ort oder bei Onlineapotheken erfolgen.

Bei apothekenpflichtigen Arzneimitteln, die von Patienten selbst bezahlt werden, haben Ärzte hingegen die Option, diese entweder per E-Rezept oder auf Papierrezept zu verschreiben. Verordnungen über apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen können per Papier- oder E-Rezept erfolgen. Dies gilt ebenfalls für Zytostatikazubereitungen. Hier kann, abhängig vom Praxisverwaltungssystem, entschieden werden, ob eine entsprechende Funktionalität bereitgestellt wird.

Fertigarzneimittel

Ein Fertigarzneimittel ist ein Arzneimittel, das in einer bestimmten, festgelegten Form und Dosierung vorliegt und vom Hersteller in der Form abgegeben wird, wie es zur Anwendung am Patienten vorgesehen ist. Diese Arzneimittel sind in der Regel industriell hergestellt und müssen nicht mehr verändert oder zubereitet werden, bevor sie vom Patienten verwendet werden können. Fertigarzneimittel sind gebrauchsfertig und umfassen Produkte wie Tabletten, Kapseln, Injektionslösungen, Salben und andere Darreichungsformen. In Deutschland müssen Fertigarzneimittel vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen sein.

Das Gegenteil eines Fertigarzneimittels ist eine sog. Rezeptur. Diese wird nach einer ärztlichen Verordnung individuell für einen bestimmten Patienten in einer Apotheke hergestellt. 

Generika

Bei Generika handelt es sich um Fertigarzneimittel mit Wirkstoffen, die nicht mehr unter Patentschutz stehen. Generika werden oft unter dem Namen des Wirkstoffs in Verbindung mit dem Hersteller zugelassen. Diese Nachahmerpräparate sollen im Vergleich zum Originalpräparat therapeutisch gleich wirksam sein (Bioäquivalenz). Dabei können die Zubereitung und Formgebung von Arzneimitteln sowie die Form der Verstoffwechslung und Ausscheidung von Arzneisubstanzen vom Originalpräparat abweichen.

Für Generika gelten erleichterte Zulassungsbedingungen. Sie werden wegen der geringeren Entwicklungskosten zumeist preisgünstiger angeboten.

Genetische Varianten

Jeder Mensch verfügt über ein individuelles Erbgut (Gene). Verändert sich dieses, können sogenannte genetische Variabilitäten entstehen. 
In der Medizin helfen genetische Varianten, genetische Merkmale zu verstehen und das Risiko für bestimmte Krankheiten zu identifizieren. Bspw. gibt es Varianten, die das Risiko für Brustkrebs erhöhen können. Diese Erkenntnisse bilden u. a. die Grundlage für die Entwicklung von Therapieansätzen.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
genetische Variabilität

Gentherapie

Gentherapien gehören zur Gruppe neuartiger Therapien. Sie werden in der Medizin eingesetzt, um Gendefekte oder Erbkrankheiten bei Betroffenen zu behandeln.

Das entsprechende Arzneimittel bezeichnet man als Gentherapeutikum. Hierbei handelt es sich um ein biologisches Arzneimittel, dessen Wirkstoff eine Erbinformation (basierend auf Nukleinsäure) enthält oder daraus besteht. Wie wird die Gentherapie angewandt? Indem dem Körper z. B. einige Zellen entnommen und im Labor (ex vivo) entsprechende Erbinformationen (Nukleinsäuren) eingefügt werden. Die Zellen werden danach vermehrt und wieder in den Körper eingebracht. Eine Gentherapie kann auch direkt im Körper (in vivo) erfolgen. Je nach Art der Gentherapie und der verwendeten Technik kann hierbei die Erbinformation (Nukleinsäuren) in das Zellgenom (Gesamtheit aller Träger der Erbinformation einer Zelle) integriert werden oder nur temporär in der Zelle verbleiben.

Welche therapeutischen Effekte entstehen dabei? Durch das Einfügen des genetischen Materials bzw. der genetischen Information in menschliche Zellen oder Gewebe können fehlerhafte Gene repariert werden. Oder Gene werden ausgeschaltet, die eine Erkrankung verursachen. Neu entwickelte Gene kommen zur Anwendung, um das menschliche Immunsystem zur Behandlung einer Krankheit zu stimulieren. So können als Gentherapie z. B. mRNA-basierte Arzneimittel zur Krebs-Immuntherapie zum Einsatz kommen.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Gentherapeutika, Gentherapeutikum

Gesundheitssystem

Gesundheitssysteme sind von Land zu Land unterschiedlich ausgeprägt. Als Beispiel sei hier das deutsche Gesundheitssystem angeführt. Dieses ist sehr vielschichtig und in drei Ebenen unterteilbar:

  • Rahmensetzung durch staatliche Vorgaben: Bund, Länder und Kommunen entsprechend der deutschen föderalen Struktur 
  • Ausgestaltung der Gesundheitsversorgung durch die Selbstverwaltung mit ihren Institutionen und Verbänden
  • konkrete Versorgung durch Krankenkassen, Ärzteschaft, unterschiedlichste Gesundheitsberufe, Krankenhäuser, Apotheken und pharmazeutische Unternehmen, z. B. im Bereich Specialty Pharma , die für die Entwicklung, Herstellung und Beschaffung von Arzneimitteltherapien sorgen 
     

 

Ausführliche Informationen zum  deutschen Gesundheitssystem sind hier abrufbar.

Gesundheitsversorgung

In Deutschland umfassen die Leistungen der gesundheitlichen Versorgung u. a. haus- und fachärztliche Versorgung sowie ambulante und stationäre medizinische Versorgung im Krankenhaus. Die Behandlung beginnt überwiegend in der Hausarztpraxis. Wird eine weitergehende fachärztliche Behandlung erforderlich, überweist der Hausarzt den Patienten zu einem Facharzt – in erster Linie ambulant und damit in einer niedergelassenen Arztpraxis. Ist die ambulante medizinische Versorgung in der Arztpraxis nicht mehr ausreichend, so wird der Patient zur ambulanten oder stationären Behandlung in ein Krankenhaus überwiesen. Dort wird die Behandlung klinisch durch weitere Fachärzte fortgesetzt. Fachärzte praktizieren somit entweder in einer (eigenen) niedergelassenen Arztpraxis oder sind in einem Krankenhaus tätig. Die ambulante und stationäre Behandlung sind aufeinander abgestimmt – dabei gilt „ambulant vor stationär“. Die stationäre Behandlung im Krankenhaus umfasst alle Leistungen, die für die medizinische Versorgung notwendig sind – hierzu zählen z. B. Operationen.

Im Rahmen der Gesundheitsversorgung haben alle Versicherten Anspruch auf die Versorgung mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln und mit Verbandmitteln. Bei Bedarf stellt der behandelnde Arzt hierfür ein Rezept aus. Mit dieser Verschreibung wendet sich der Patient an eine Apotheke. Diese gibt die verschriebenen Arznei-/Verbandmittel direkt an den Patienten oder Kunden ab. Die Kosten werden mit der Krankenkasse (auf der Verordnung angegeben) abgerechnet.

 

Hinweis zum Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung erhaltem Sie hier.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
medizinische Versorgung

Gewebe-Engineering

Gewebe-Engineering, auch bekannt als Gewebezucht, ist der Überbegriff für die künstliche Herstellung biologischer Gewebe durch eine spezielle Zell- oder Gewebs-Kultivierung. Diese zielt darauf ab, kranke Zellen oder geschädigtes Gewebe bei erkrankten Menschen zu regenerieren oder zu ersetzen.

Wie erfolgt die Gewebezucht? Künstliche, spezielle Materialzusammensetzungen werden als Gerüst verwendet, auf denen die Zellen (Stammzellen) angeordnet werden. Über Zellkultivierung auf diesem Gerüst werden die Organismen mit Nährstoffen versorgt und wachsen so zu funktionalen Geweben heran. Außerdem ermöglicht die Technologie des Gewebe-Engineering, Zellen und Gewebe im Labor zu untersuchen, um die Mechanismen von Krankheiten besser zu verstehen. Es trägt ferner zur Entwicklung neuer Therapien bei und wird bei Wirkstofftests angewendet.

Das dabei entstehende biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukt (tissue engineered product, TEP) ist als biologisches Arzneimittel der Gruppe neuartiger Therapien zuzuordnen. Hierzu zählen bspw. Hautersatz, Knochen- oder Gelenkimplantate sowie künstliche Blutgefäße.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Tissue Engineering, Gewebezüchtung, Gewebezucht, Gewebskultur, biotechnologisch bearbeitete Gewebezubereitung, tissue engineered product, TEP

Good Manufacturing Practice

Um bei der Herstellung von Arzneimitteln sicherzustellen, dass diese in der vorgeschriebenen Qualität erfolgt, sind bestimmte Anforderungen rund um Produktionsabläufe und -umgebung zu erfüllen. Diese sind von der Europäischen Kommission in den Grundsätzen und Leitlinien der Guten Herstellungspraxis (GMP) für Humanarzneimittel veröffentlicht und dienen der regelmäßigen Überprüfung der Prozesse. Für Prüfpräparate, die zur Anwendung beim Menschen bestimmt sind, gelten die von der Europäischen Kommission festgelegten Grundsätze und Leitlinien für die Gute Herstellungspraxis bei Prüfpräparaten. Die strenge Überwachung aller Prozesse stellt sicher, dass medizinische Produkte stets die richtige Identität, Reinheit und den richtigen Gehalt haben.

Die Grundsätze der GMP-Richtlinien umfassen: 

  • nachweisliche Verwendung in Deutschland zugelassener Fertigarzneimittel 
  • Sicherstellung der lückenlosen Rückverfolgbarkeit aller Ausgangsstoffe 
  • höchste Anforderungen an die technische Ausstattung 
  • Selbstinspektionen 
  • mikrobiologisches Umgebungsmonitoring aller Herstellungsbereiche 
  • strenge Personalhygiene 
  • speziell geschultes, qualifiziertes Personal und kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter 
  • Trennung der Verantwortlichkeiten in den voneinander unabhängigen Arbeitsbereichen Herstellung, Qualitätskontrolle und Freigabe 
  • regelmäßige behördliche Inspektionen 

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
GMP, Gute Herstellungspraxis

Hämophilie

Bei einer Hämophilie, im Volksmund als „Bluterkrankheit“ bezeichnet, liegt eine seltene, erblich bedingte Störung der Blutgerinnung vor. Als Sammelbegriff umfasst dieser verschiedene Formen der Gerinnungsstörungen, die jeweils ein sehr komplexes Krankheitsmanagement erfordern.  

Hilfstaxe

Die Hilfstaxe für Apotheken beruht auf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Deutschen Apothekerverband und den gesetzlichen Krankenkassen und ist ein Regelwerk über die Preisberechnung von nicht industriell gefertigten Arzneimitteln, insbesondere Rezepturen.

HIV

Ein bekanntes und weltweit auftretendes Virus ist das HI-Virus (HIV: Human Immunodeficiency Virus). Dieses wird überwiegend durch Sexualkontakt übertragen und verursacht die HIV-Erkrankung, welche im Endstadium als AIDS bezeichnet wird. AIDS steht für „Acquired Immunodeficiency Syndrome“ und bedeutet „Erworbenes Immunschwächesyndrom“.

In Ländern wie Deutschland ist eine HIV-Infektion dank moderner Medikamente heute gut behandelbar. Die HIV-Therapie wird auch als antiretrovirale Therapie (ART) bezeichnet. Antiretroviral umfasst dabei die Wirksamkeit gegen sogenannte Retroviren. Hierbei handelt es sich um Viren, welche in der Lage sind, ihr Genom (d. h. die Gesamtheit des genetischen Materials einer Zelle oder eines Organismus) in das der Wirtszelle einzubauen. Bei dieser HIV-Therapie werden mehrere Wirkstoffe miteinander kombiniert, welche die Vermehrung der Viren im Körper reduzieren und so die Weiterentwicklung zu AIDS verhindern. Bei einem frühzeitigen Behandlungsbeginn haben Menschen mit HIV daher gute Chancen auf eine normale Lebenserwartung und -qualität. 

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
HIV-Infektion

Individualmedizin

Individualmedizin bezeichnet die umfassende Orientierung von Arzneimitteln, Therapien und Versorgungsstrukturen am einzelnen Patienten. Sie eröffnet nicht nur neue Perspektiven zum Verständnis darüber, wie Krankheiten entstehen und verlaufen, sondern vor allem auch neue Ansatzpunkte zur möglichst maßgeschneiderten gesundheitlichen Versorgung von Patienten – mit dem Ziel, massenmedizinische Strukturen abzulösen. Übergeordnet umfasst die Weiterentwicklung der Individualmedizin daher folgende Handlungsfelder: ​

  1. ​die Herstellung von Arzneimitteln, die auf schwere komplexe Erkrankungen zugeschnitten sind (Specialty Pharma) und die individualisiert sein können
     
  2. das maßgeschneiderte Verabreichen von Arzneimitteln für den individuellen Einsatz durch flexiblere Dosierungen oder individuellere Verpackungen (Blistering), was dem Patienten auch die Einnahme erleichtern kann und zudem einen effizienten Ressourceneinsatz ermöglicht
  3. innovative (genetische) Diagnostik, Therapieansätze und -lösungen, die gemeinsam mit verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens auf Patientengruppen und einzelne  Patienten zugeschnitten werden können
  4. effizientere Versorgungsplattformen, die – je nach Gesundheitssystem – eingebundenen Akteuren, Therapien und Patientenbedürfnissen eine individuellere Versorgung ermöglichen, dort, wo sie erforderlich ist

 

​Specialty Pharma, individualisierte oder personalisierte Medizin sind dabei als Unterbegriffe zu verstehen. Die Individualmedizin hat bereits viele Fachbereiche grundlegend verändert und wird zukünftig noch mehr zur Verbesserung des therapeutischen Spektrums beitragen.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Präzisionsmedizin, personalisierte Medizin, individualisierte Medizin

Infektiologie

Die Infektiologie, abgeleitet von „Infektion“, wird auch als Infektionslehre oder Infektionsmedizin bezeichnet. Sie umfasst das Gesamtgebiet der Infektionen sowie der Infektionskrankheiten. Es handelt sich dabei um eine interdisziplinäre Wissenschaft in den Bereichen Biologie und Medizin, die sich u. a. mit der Erforschung, Verhütung und Behandlung viraler sowie bakterieller Infektionen beim Menschen und der sie auslösenden Erreger auseinandersetzt. In Deutschland ist das Robert Koch-Institut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit bei der Gesundheitsüberwachung auf staatlicher Ebene führend.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Infektologie, Infektionslehre, Infektionsmedizin

Infusionstherapie

Unter einer Infusionstherapie ist eine kontrollierte, über einen bestimmten Zeitraum ablaufende Verabreichung von Flüssigkeitsmengen zu verstehen, die je nach Krankheitsbild stationär oder ambulant erfolgt. Dabei gelangt über eine Infusion ein Wirkstoff direkt über das Blut in den Körper.
Unterschieden wird in drei Verabreichungsformen: 

  1. mittels einer Injektionsnadel, die häufig in der Ellenbeuge gesetzt wird und in ein Blutgefäß mündet, das im Körper zirkulierendes Blut zurück zum Herzen führt oder die
  2. durch einen Katheter, d.h. einen Kunststoffschlauch, in ein Blutgefäß mündet (Beispielsweise bei parenteraler Ernährung oder
  3. als dauerhafter Zugang zu einem Blutgefäß (vor allem bei einer Chemotherapie).

Die Kosten für Infusionstherapien können variieren – je nach Krankheitsbild werden die Kosten von den Krankenkassen getragen oder sind durch den Patienten selbst zu finanzieren.

Klinische Studien

Eine klinische Studie ist das wichtigste Instrument der klinischen Forschung in der Medizin. Sie stellt ein wissenschaftliches Verfahren dar, bei dem die Sicherheit und Wirksamkeit von neuen Medikamenten, Behandlungen oder diagnostischen Herangehensweisen an Menschen untersucht werden. Dabei folgen sie bestimmten Protokollen und werden von einem qualifizierten Team von Ärzten und Forschern durchgeführt.

Klinische Studien können in verschiedene Phasen unterteilt werden und über mehrere Jahre laufen, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird, das Medikament zuzulassen oder nicht. Sie haben den Zweck, neue Therapiemöglichkeiten für verschiedene Erkrankungen zu testen. Klinische Studien sind darüber hinaus auch sehr wichtig, um herauszufinden, welche Behandlungen nicht wirksam oder sicher sind. Die Teilnahme an einer klinischen Studie kann für Patienten eine zusätzliche Möglichkeit sein, Zugang zu neuen Behandlungen zu erhalten. Hierbei ist jedoch entscheidend, dass potenzielle Risiken und der Nutzen einer Studienteilnahme im Vorfeld sorgfältig abgewogen werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die Studie ethisch und gemäß gültigen Vorschriften durchgeführt wird.

Über diese Online-Suchmaschine erlangen Sie Einblick zu laufenden klinischen Studien bei unterschiedlichsten Erkrankungen.

Monoklonale Antikörper

Bei monoklonalen Antikörpern handelt es sich um spezielle Eiweiße, die im Labor hergestellt werden. Sie funktionieren wie ein zielgerichtetes Werkzeug, das eine gewisse Art von Ziel in unserem Körper erkennt und sich daran bindet. Das Prinzip ist vergleichbar mit einem Schlüssel, der nur in ein bestimmtes Schloss passt.

Unser Immunsystem produziert natürliche Antikörper, um fremde Eindringlinge wie Bakterien oder Viren zu bekämpfen. Diese Antikörper sind sehr vielfältig und können an unterschiedliche Ziele binden. Monoklonale Antikörper hingegen werden so entwickelt, dass sie nur ein bestimmtes Ziel im Körper erkennen, wie etwa eine Krebszelle oder ein Virus. Sie sind damit einzigartig ("monoklonal") und kommen von einer einzigen, speziell entwickelten Zelle.
Zur Herstellung dienen dabei Immunzellen, die den gewünschten Antikörper produzieren und im Labor vervielfältigt werden. Dabei entsteht eine große Menge identischer Antikörper, die exakt auf das Problem im Körper abzielen. Anschließend können diese hergestellten Antikörper in der Medizin eingesetzt werden, um Krankheiten gezielt zu behandeln. Sie unterstützen entweder das Immunsystem oder wirken direkt gegen schädliche Zellen.

Neurologie

Das medizinische Fachgebiet der Neurologie umfasst alle Erkrankungen des Nervensystems – d. h. Erkrankungen des Gehirns, der Sinnesorgane, des Rückenmarks, der peripheren Nerven einschließlich der Nervenwurzeln und der Muskeln. Hierzu gehören Epilepsie, Multiple Sklerose (MS), Parkinson oder Schlaganfall. Diese Leiden zählen schon heute zu den am häufigsten vorkommenden Erkrankungen.

Die Behandlung richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Krankheit. Für viele neurologische Erkrankungen stehen inzwischen wirksame patientenindividuelle Therapien zur Verfügung. Dennoch gibt es immer noch Erkrankungen, die nicht heilbar sind. Als Therapieziele stehen hier die Linderung der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten im Vordergrund.

Onkologie

Die Onkologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit gut- und bösartigen Erkrankungen des Blutes, bösartigen Erkrankungen der Lymphknoten und des lymphatischen Systems sowie bösartigen soliden Tumoren wie Brustkrebs oder Lungenkrebs befasst. Bei der Behandlung von Krebserkrankungen kommen Zytostatika zum Einsatz. Neben Zytostatika existieren zielgerichtete Wirkstoffe wie z. B. monoklonale Antikörper, die auch das Wachstum von Tumorzellen hemmen.

Ophthalmologie

Die Ophthalmologie oder auch Augenheilkunde ist eines der ältesten medizinischen Fachgebiete und umfasst die Lehre von der Erkennung, Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen des Auges sowie der umgebenden Strukturen.

In unserer zunehmend älter werdenden Gesellschaft nehmen degenerative Augenkrankheiten einen besonderen Stellenwert ein. So ist AMD – die altersbedingte Degeneration der Makula (sog. „gelber Fleck“ auf der Netzhaut des Auges und zuständig für die Sehschärfe) – die häufigste Augenerkrankung in der westlichen Welt. AMD führt bei über 50-Jährigen zu erheblichen Sehbehinderungen bis hin zu einer fast kompletten Erblindung im Spätstadium. Auch wenn AMD nicht heilbar ist, kann durch unterschiedliche Therapien der Krankheitsverlauf verlangsamt und die Sehkraft länger erhalten werden. Für die Behandlung kommen neben Fertigarzneimitteln auch patientenindividuelle Therapien in Form von IVOM-Rezepturen zum Einsatz. „IVOM“ steht für „intravitreale operative Medikamentenapplikation“. Hierbei handelt es sich um Spritzen, die im Rahmen einer Augenoperation bzw. Injektion bestimmte Arzneistoffe in den hinteren Teil des Auges, den Glaskörperraum, einbringen. 

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Augenheilkunde

Ophthalmika

Ophthalmika sind Arzneimittel und Zubereitungen zur lokalen oder systemischen Behandlung von Augenkrankheiten sowie -verletzungen. So kommen sie bspw. bei Erkrankungen und Verletzungen des inneren und äußeren Auges sowie der Augenlider zum Einsatz. Darüber hinaus können Ophthalmika auch als Hilfsmittel in der Diagnostik sowie bei der Verwendung und Aufbewahrung von Kontaktlinsen eingesetzt werden.

Ophthalmika werden unter anderem in Form von Augentropfen, Augensalben, Lidsalben oder als Augeninserte und Augensprays verabreicht. Zu den Wirkstoffen zählen z. B. Antibiotika.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Augenheilmittel, Ophthalmologika

Parenterale Ernährung

Unter parenteraler Ernährung ist die direkte Infusion von Nährstofflösungen in den Blutkreislauf zu verstehen. Sie ist erforderlich, wenn keine ausreichende Nahrungsversorgung über den Verdauungsapparat erfolgen kann, wie bspw. während oder nach einer Krebstherapie, bei schweren chronischen Darmerkrankungen, nach Operationen oder in der Palliativphase.

Bei der parenteralen Ernährung gelangen die Nährstoffe über Infusionen direkt in die Blutbahn, d. h. der Magen-Darm-Trakt wird dadurch umgangen. Typische Nährstofflösungen sind Glukose- oder Elektrolytlösungen, Vitamine und Spurenelemente. 
Darüber hinaus gibt es patientenindividuelle Therapien in Form von individuell auf den Ernährungszustand des Patienten abgestimmte Infusionen. Denn z. B. für Krebspatienten in einer Chemotherapie oder Dialysepatienten gelten andere Anforderungen an die Ernährungstherapie als bei Patienten auf der Intensivstation. 

Parenterale Zubereitung

Der Begriff parenteral bezeichnet im klinischen Sprachgebrauch die Gabe von Arzneistoffen oder Nährstoffen durch Injektion, Infusion oder Inhalation in den Blutkreislauf unter Umgehung der enteralen Resorption. Bei Letzterem handelt es sich um einen Prozess, bei dem körpereigene oder -fremde Stoffe durch bspw. körpereigene Zellen über den Darm aufgenommen werden. Arzneistoffe für die parenterale Gabe werden Parenteralia genannt.

Diese Art von Zubereitung umfasst u. a. Zytostatikazubereitungen, monoklonale Antikörper, parenterale Lösungen mit Schmerzmitteln sowie virustatikahaltige Infusionslösungen wie Antibiotika oder Blutkonserven. Sie werden bspw. in der Notfallbehandlung schwerer akuter Erkrankungen verwendet, um eine schnelle und gezielte Wirkung zu erreichen. 

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Parenteralium, Parenteralia, parenterale Anwendung

Patientenindivuelle Therapien

In der modernen Medizin rücken das individuelle Krankheitsbild und der aktuelle Allgemeinzustand/die körperliche Verfassung jedes Patienten zunehmend in den Mittelpunkt. Denn jede Erkrankung verläuft unterschiedlich, und Betroffene sprechen unterschiedlich auf die eingesetzten Therapien an. Eine für den individuellen Patienten ausgewählte Behandlungsform mit bestmöglicher Wirkung und möglichst geringer Nebenwirkung wird als patientenindividuelle Therapie bezeichnet. Zugrunde gelegt werden dabei in der Regel molekulare Faktoren wie genetische Varianten.

Beispiele für patientenindividuelle Therapien sind speziell abgestimmte Infusionslösungen wie Zytostatikazubereitungen für die Krebstherapie in der Onkologie . Auch Antikörperlösungen zählen dazu. Darüber hinaus sind Schmerztherapeutika, Antibiosen, Ophthalmika und Parenteralia/parenterale Ernährungslösungen als patientenindividuelle Therapien einzuordnen. 

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
personalisierte Therapie

Patientenversorgung

Der Prozess der Patientenversorgung umfasst alle Maßnahmen, die im Rahmen der Betreuung eines Patienten durch medizinisches Fachpersonal wie Ärzte sowie andere Heil- und Pflegeberufe erbracht werden. Zugrunde liegen dabei:

  • die Erhebung der individuellen Krankheitsgeschichte (Anamnese)
  • die körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen wie großes Blutbild oder bildgebende Verfahren, bspw. Röntgen (Diagnostik)
  • ärztlich verordnete Maßnahmen, um körperliche Funktionen oder Organfunktionen zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen (Rehabilitation)

Von "integrierter Patientenversorgung" ist die Rede, wenn medizinische Leistungen der verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens (z. B. ambulanter Sektor, stationärer Sektor, Rehabilitation) aufeinander abgestimmt erfolgen.

Pharmazeutischer Großhandel (AMG)

Der Großhandel mit Arzneimitteln bedarf einer Erlaubnis, die in Deutschland in folgendem Gesetz geregelt ist: „Arzneimittelgesetz(AMG) § 52a Großhandel mit Arzneimitteln“


Der vollständige Gesetzestext ist hier abrufbar.

Pharmazeutischer Hersteller (AMG)

Laut der im Arzneimittelgesetz (AMG) festgelegten Definition ist der pharmazeutische Hersteller Inhaber der Zulassung oder Registrierung eines Arzneimittels und bringt dieses unter seinem Namen auf den Markt. Wer Arzneimittel und Wirkstoffe bzw. andere zur Arzneimittelherstellung bestimmte Stoffe gewerbs- oder berufsmäßig herstellt, bedarf einer Erlaubnis der zuständigen Behörde.


Der vollständige deutsche Gesetzestext ist hier abrufbar. 

Prävention

Hierunter ist jede Maßnahme zu verstehen, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit (Krankheit, Verletzung) verhindern oder verzögern kann bzw. weniger wahrscheinlich werden lässt. Beispiele für Präventionsmaßnahmen sind neben Impfungen Früherkennungsuntersuchungen (z. B. Darmkrebsvorsoge, Gesundheits-Check-up).

Reinraum

Reinräume sind u. a. für spezielle Verfahren zur Herstellung patientenindividueller Therapien erforderlich. Hierbei handelt es sich um einen abgeschlossenen Bereich, in dem die Konzentration kleinster Partikel (wie Staub) sehr gering gehalten wird und der mit hohen Anforderungen an die Umgebung sowie die dort Beschäftigten verbunden ist. Um Einflüsse durch die Außenluft zu vermeiden, ist der Reinraum von der Außenwelt abgeschnitten. Zudem ist der Zutritt streng reguliert und nur qualifiziertem Personal gestattet. Alle sich im Reinraum befindlichen Oberflächen sind so beschaffen, dass keine gelösten Partikel in die Luft gelangen. Leistungsfähige Lüftungssysteme sorgen für eine dauerhafte Luftfilterung. Zudem gelten am Reinraum-Arbeitsplatz strenge Verhaltensregeln wie z. B. der ausschließliche Zutritt von geschultem Fachpersonal oder das Vermeiden schneller Bewegungen. 

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Reinraumlabor

Rezeptur

Eine Rezeptur ist ein Arzneimittel, das in der Apotheke im Einzelfall auf Basis einer ärztlichen Verordnung hergestellt wird. Im Gegensatz zu einem Fertigarzneimittel  wird es nicht im Voraus produziert. Die Herstellung einer Rezeptur ist ausschließlich durch ausgebildetes pharmazeutisches Personal (z. B. Apotheker) möglich. Dabei dürfen keine anderen als die in der Verschreibung genannten Ausgangsstoffe verwendet werden. Eventuelle Abweichungen sind nur durch die Zustimmung des Verschreibenden zulässig.

Die Apotheke ist ferner verpflichtet, eine neue Rezeptur vor jeder Herstellung auf ihre Plausibilität im Hinblick auf Dosierung, Anwendungsform, Art und Menge der arzneilich wirksamen Bestandteile zu prüfen. Rezepturarzneimittel sind außerdem mit Angaben wie Name und Anschrift der abgebenden Apotheke, Art der Anwendung, Gebrauchsanweisung, Wirkstoffe, Herstellungsdatum und Verwendbarkeitsfrist auf den Behältnissen bzw. den äußeren Umhüllungen, zu kennzeichnen. 

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie ist eine Sammelbezeichnung für therapeutische Verfahren, die akute oder chronische Schmerzen beeinflussen und darauf abzielen, Schmerzen zu lindern bzw. zu beseitigen.

Hierfür gibt es verschiedene Ansätze:

  • medikamentöse Schmerztherapie, worunter z. B. Analgetika fallen. Das sind Arzneistoffe, die bei Schmerzpunkten im Körper angreifen, indem sie z. B. an die Rezeptoren im Nervensystem andocken und Schmerzsignale blockieren. D. h., sie greifen aktiv in die Entstehung, Weiterleitung und Verarbeitung von Schmerzen ein, schwächen diese dadurch ab oder heben diese sogar auf. Auch Spasmolytika zählen zur medikamentösen Schmerztherapie. Diese Arzneimittel wirken krampflösend und lindern Muskelverspannungen im Körper, indem sie auf verschiedene Weise in den natürlichen Prozess der Muskelkontraktion eingreifen. Dies erfolgt bspw. durch das Blockieren übermäßiger Muskelbewegungen, indem die Kalziumproduktion in den Muskelzellen reduziert wird. Daher werden Spasmolytika u. a. zur Behandlung von Muskel- oder Menstruationskrämpfen eingesetzt. Doch auch bei gastrointestinalen Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom kommen Spasmolytika zum Einsatz.
  • nicht medikamentöse Schmerztherapie, worunter z. B. Akupunktur, Physiotherapie und Rehabilitation fallen.

Schwere Erkrankung

Menschen mit einer schweren Erkrankung benötigen eine durchgängige medizinische Versorgung. D. h., ihre Betreuung ist nicht nur beratungsintensiv, sondern hat auch engmaschig durch ärztliches bzw. pflegerisches Fachpersonal zu erfolgen. Schwere Erkrankungen sind häufig auch chronisch, so zum Beispiel lebensbedrohliche Krebserkrankungen oder psychische Störungen. Diese entwickeln sich oft schleichend. Chronisch kranke Patienten leben dauerhaft mit gesundheitlichen Einschränkungen und müssen sich ständig mit dem Management der Erkrankung auseinandersetzen. Die meisten Menschen erhalten im Laufe ihres Lebens die Diagnose einer oder mehrerer chronischer Erkrankungen. Das Geschlecht oder der soziale Hintergrund sind hierbei nicht entscheidend. Das Risiko, chronisch zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter, wobei die Mehrzahl der chronisch erkrankten Patienten nicht hochbetagt ist.

Die Folgen chronischer Krankheiten sind gravierend – sowohl für die Betroffenen als auch für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft. Dazu zählen eine verringerte Lebensqualität und Funktionalität im Alltag (z. B. Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung), eine erhebliche Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie eine vorzeitige Sterblichkeit.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
chronische Erkrankung, komplexe Erkrankung, beratungsintensive Erkrankung

Seltene Erkrankung

Eine seltene Erkrankung, auch als „Orphan Disease“ bezeichnet, ist eine Erkrankung, die nur einen kleinen Prozentsatz der Bevölkerung betrifft. In der Europäischen Union wird eine Erkrankung als „selten“ definiert, wenn von ihr maximal 1 von 2.000 Menschen bzw. 5 von 10.000 Menschen betroffen sind. Insgesamt werden über 6.000 seltene Erkrankungen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Betroffenen ist also dementsprechend hoch, vor allem weil jährlich rund 250 Erkrankungen hinzukommen.

Mehr als 80 % der seltenen Erkrankungen haben genetische Ursachen und führen in der Regel zu lebenslangen, teilweise erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität. Rund die Hälfte der seltenen Erkrankungen verursacht bereits im Kindesalter erste Symptome. Zudem sind sie sehr komplex, weisen vielschichtige Ausprägungen auf und sind in bestehenden Versorgungssystemen nicht adäquat abgebildet. Neben der häufig späten Diagnosestellung trägt das häufige Fehlen von Therapieansätzen zu schweren Krankheitsverläufen bei.

Beispielhaft zu nennen ist das Marfan-Syndrom, eine genetische Erkrankung, die das Bindegewebe des Körpers betrifft. Menschen mit Marfan-Syndrom haben häufig lange und schlanke Körperproportionen, Gelenkerkrankungen und Herzprobleme. Außerdem kann es auch zu Rissen in der Aorta, der großen Arterie, die das Blut vom Herzen in den Körper pumpt, kommen – die Folge: schwerwiegende gesundheitliche Probleme. Es gibt keine Heilung für die Erkrankung, doch sie kann durch die sorgfältige Behandlung von Symptomen therapiert werden. 

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
seltene Krankheit, orphan disease

Specialty Pharma

Bei Specialty Pharma steht die Versorgung von Patienten im Fokus, die an schweren Erkrankungen leiden und deren Therapie spezielle Kenntnisse erfordert. Der Bereich umfasst die Behandlung komplexer und beratungsintensiver Erkrankungen wie Krebs, Hämophilie oder neurologische Krankheiten. Zum Einsatz kommen dabei speziell auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Arzneimitteltherapien, die kostenintensiv sind.  

Zu den sogenannten Specialty-Pharma-Arzneimitteln zählen auch individualisierte Therapien, deren Zubereitung auf der Grundlage wichtiger Variablen wie  Blutwerte, Körperoberfläche und -gewicht erfolgt. Insgesamt können Specialty-Pharma-Arzneimittel durch den gezielten therapeutischen Einsatz dazu beitragen, eine bessere Versorgung schwer Erkrankter zu gewährleisten.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Spezialversorgung

Specialty-Pharma-Arzneimitteln

Zu Specialty-Pharma-Arzneimitteln – auch spezialisierte Arzneimittel genannt – zählen individualisierte Therapien, deren Zubereitung spezielle Kenntnisse erfordert. Diese basiert auf wichtigen Variablen wie Blutwerten, Körperoberfläche und -gewicht. Außerdem erfolgt die Herstellung nach strengen Richtlinien (Good Manufacturing Practice).

Frühe spezialisierte Arzneimittel behandelten komplexe Erkrankungen, die kleinere Bevölkerungsgruppen betreffen, wie z. B. Multiple Sklerose, Krebs, Lungenhochdruck, Hämophilie und Hepatitis C. Neuere spezialisierte Arzneimittel zielen auf weit verbreitete, häufigere chronische Krankheiten ab, welche die Einnahme eines Arzneimittels über mehrere Jahre oder lebenslänglich erfordert. Hierzu zählen z. B. rheumatoide Arthritis und Asthma.

Krankenkassen und andere Kostenträger können die Medikamente bzw. Arzneimitteltherapien, die sie als Spezialpharmazeutika einstufen, unterschiedlich einordnen. Doch ist allen gemeinsam, dass sie aufgrund ihrer hohen Kosten, der komplexen Verabreichungsverfahren und der intensiven Überwachungsprozesse mehr Aufmerksamkeit und Management erfordern.  

Insgesamt können Specialty-Pharma-Arzneimittel durch den gezielten therapeutischen Einsatz dazu beitragen, eine bessere Versorgung schwer Erkrankter zu gewährleisten und gleichzeitig die Kosten im Gesundheitswesen zu senken.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
spezialisierte Arzneimittel, Specialty Pharma Arzneimittel-Therapien, Spezialpharmazeutika

Spezialisierte Apotheke

Spezialisierte Apotheken sind schwerpunktmäßig auf ein oder mehrere spezielle Themengebiete inklusive passender Serviceleistungen ausgerichtet. Neben der Beratung und Abgabe von Arzneimitteln stellen diese Apotheken individuell auf den Patienten zugeschnittene Rezeptur-Arzneimittel her (patientenindividuelle Therapien). Dabei werden die benötigten Ausgangsstoffe in der Apotheke geprüft. Doch auch zu spritzende Arzneimittellösungen in Form von Infusionen (wie Lösungen mit Wirkstoffen zur Krebsbehandlung) stellen darauf spezialisierte Apotheken her.

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland über 12 Millionen Rezepturen allein für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt.

Therapie

In der Medizin bezieht sich der Begriff „Therapie“ auf die Behandlung von Krankheiten, Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Störungen – mit dem Ziel, Symptome zu lindern, die Krankheit zu heilen oder deren Fortschreiten zu stoppen bzw. zu verlangsamen. Eine Therapie kann verschiedene Formen annehmen, je nach Art und Schwere der Erkrankung sowie den individuellen Bedürfnissen des Patienten.

Verblisterung

Verblisterung ist Bestandteil eines modernen Medikationsmanagements und als Neuverpackung, Sortierung von ärztlich verordneten Arzneimitteln zu verstehen. Es handelt sich dabei um ein Verfahren, das eine spezielle Ausrüstung und geschultes Personal erfordert. Zudem unterliegt die Verblisterung gesetzlichen Vorschriften, um die Sicherheit der Einnahme der Arzneimittel zu gewährleisten. Dabei werden Arzneimittel in leicht verständlicher und in übersichtlicher Form, in sogenannte patientenindividuelle Blistertütchen (Schlauchblister) verpackt. Diese enthalten die jeweils korrekte Dosierung für einen gewissen Zeitraum.

Verblisterung hilft Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Es erleichtert die Einnahme und reduziert das Risiko von Fehldosierungen oder Verwechslungen. Außerdem ermöglicht sie eine detaillierte Dokumentation der Arzneimittel, die der Patient einnimmt.

Versorgungskette

Um den schnellen Zugang zu individuellen und innovativen Therapien zu ermöglichen, ist ein Zusammenspiel aller Akteure der Patientenversorgung entscheidend. Hierzu zählen u. a. Ärzte, Therapeuten, Gesundheits- und Krankenpfleger – neben Krankenhäusern, ambulanten Versorgungs- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Apotheken. Deren Versorgungsleistungen tragen in der Regel die Krankenkassen. Darüber hinaus leisten medizinische Wissenschaftler und pharmazeutische Unternehmen z. B. im Bereich Specialty Pharma einen wichtigen Beitrag, um Behandlungsmöglichkeiten erschließen und effiziente Wege innerhalb der gesundheitlichen Versorgungskette bestreiten zu können.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Versorgungsakteure

Versorgungssicherheit

Bei der Behandlung des Erkrankten sollte eine „Kontinuität der Versorgung“ gewährleistet sein. Eine gute Versorgung ist zudem von „Rechtzeitigkeit und Zugänglichkeit“ sowie von „Verfügbarkeit“ und „Gleichheit“ abhängig. Das bedeutet, unabhängig von Faktoren wie Geschlecht oder Berufsstatus des Patienten ist bei gleichem Schweregrad der Erkrankung die gleiche Behandlung sicherzustellen. Dabei hat die Therapieplanung wissensbasiert zu erfolgen, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln zu gewährleisten.

Die hohe Nachfrage nach Therapien, die individuell auf die Patienten zugeschnitten sind, stellt die Gesundheitsversorgung vor große Herausforderungen. Warum? Die Behandlung mit individualisierter Medizin ist in den überwiegenden Fällen langwierig und kostenintensiv. Der Entwicklung von einer Medizin und medizinischen Versorgung in der Breite hin zu mehr Individualmedizin sind – je nach Gesundheitssystem – einige politisch-regulatorische sowie ökonomische Grenzen gesetzt. Die vergangenen Jahre brachten in Deutschland und Europa Fortschritte – v. a. im Bereich schwerer, beratungsintensiver Erkrankungen (Specialty Pharma). Maßgeschneiderte Lösungen, die effizienter mit begrenzt oder nicht schnell verfügbaren Ressourcen für Arzneimittel bzw. Arzneimitteltherapien umgehen und eine zielgenauere Verteilung ermöglichen, werden zunehmend relevant. Hierbei schafft die Digitalisierung eine Grundlage für innovative Prozesse und netzwerkartige Strukturen, die trotz erhöhter Kosten für Specialty-Pharma-Anwendungen auch mit einer geringeren Kostenexplosion für Gesundheitssysteme einhergehen können.

Unter einer „angemessenen Versorgung“ des Patienten ist zu verstehen, dass eine medizinische Fachperson über die richtige Versorgung urteilt. Die Behandlung ist dabei ausschließlich auf den Betroffenen auszurichten und nicht auf die Wirtschaftlichkeit der Einrichtung wie einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis. Dennoch ist ein bestmögliches Verhältnis zwischen den eingesetzten Ressourcen und dem Ergebnis das Ziel. Den Patienten über alle therapeutischen Möglichkeiten zu informieren und aufzuklären, ist dabei unabdingbar. 

Zell- und Gentherapie 

Die Zell- und Gentherapie ist eine Art von neuartigen Therapien und beruht auf der Anwendung von Zellen und genetischem Material. Sie wird speziell für jeden einzelnen Patienten aufgesetzt, um kranke Zellen im menschlichen Körper kontrollieren, behandeln oder sogar ersetzen zu können.

Es handelt sich dabei um einen vielversprechenden Ansatz zur Behandlung schwerer und chronischer Erkrankungen. Hierunter fallen bspw. chronische Infektionen wie Hepatitis B, bestimmte Krebserkrankungen sowie genetische oder angeborene Erkrankungen des Immunsystems.

Intensive medizinische Forschung und langjährige klinische Studien sind erforderlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapiemöglichkeiten nachweisen und schließlich für Betroffene verfügbar machen zu können.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Cell and Gene Therapy, CGT

Zelltherapie

Die Zelltherapie ist in die Gruppe neuartiger Therapien einzuordnen. Um schwere Erkrankungen wie Krebs zu behandeln, werden hierbei lebende, d. h. körpereigene Zellen oder Zellen von einem Spender verwendet.

Das dabei zum Einsatz kommende Zelltherapeutikum besteht aus Zellen oder Geweben, die so kultiviert wurden, dass biologische oder strukturelle Merkmale oder auch physiologische Funktionen verändert wurden, ehe sie in den Körper des Erkrankten transplantiert werden. Die Zelltherapie kann auch künstlich gezüchtete Zellen oder Zelllinien (z. B. Stammzellen) umfassen. D. h., diese wird, wie die Gentherapie auch, speziell für jeden einzelnen Patienten aufgesetzt, um kranke Zellen im menschlichen Körper zu reparieren, zu unterstützen oder kranke Zellen zu ersetzen. Ein Beispiel für eine Zelltherapie ist die Transplantation von T-Zellen, also weißen Blutkörperchen, die im Patienten Krebszellen bekämpfen sollen. Die Gabe von Blutstammzellen bei Leukämien zählt ebenfalls dazu.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Zelltherapeutika

Zytostatika

Bei der Behandlung von Krebserkrankungen kommen Zytostatika zum Einsatz. Ein Zytostatikum ist eine toxische chemische Substanz, die als Arzneistoff vor allem im Rahmen der Chemotherapie eingesetzt wird. Es stört, verzögert oder verhindert den Zellzyklus und verhindert somit, dass sich Tumorzellen teilen und verbreiten. Chemotherapeutika werden oft in Form von zytostatischen parenteralen Infusionslösungen verabreicht. Diese Zytostatikazubereitungen sind speziell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten. Berücksichtigung finden dabei Variablen wie Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht neben Art des Tumors und zusätzlichen Erkrankungen. Aufgrund ihrer immunsuppressiven, d. h. die normale Funktion des Immunsystems unterdrückenden Wirkung, kommen Zytostatika neben der Krebsbehandlung auch bei chronischen, nicht bösartigen Erkrankungen sowie zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen zum Einsatz.

 

Alternativbezeichnungen, Abkürzungen
Chemotherapeutikum

Viele Fachbegriffe sind oft schwer verständlich – deshalb tragen wir dazu bei, die wichtigsten Begriffe rund um die Individualmedizin verständlicher zu machen und Ihnen zu helfen, diese besser zu verstehen.

 

Fehlt ein Begriff? 

Schreiben Sie uns an willkommen@medios.group und wir ergänzen ihn gerne.

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